Folge 3 - Warum uns die Haare zu Berge stehen
Shownotes
Kennt ihr die Situationen in denen sich all Eure Körperhaare unkontrolliert aufstellen und euch ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Wir untersuchen heute, wie das biologisch und evolutionär zu erklären ist und was sich Mutter Natur dabei gedacht hat.
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00:00:00: Willkommen zu deinem Podcast mit Wissen für jeden Tag.
00:00:04: Stell dir das mal vor, du sitzt abends also so richtig entspannt auf dem Sofa.
00:00:10: Alles um dich herum ist ruhig, das Licht ist irgendwie angenehm gedimmt und du hörst ein Lied dass dich naja auf einer ganz tiefen Ebene packt.
00:00:19: Oh ja das kennt man!
00:00:20: Genau vielleicht.
00:00:22: es ist so ein völlig unerwarteter Akkordwechsel oder die Stimme der Sängerin die in diesem einen Moment völlig aus sich herausgeht Und plötzlich, bam!
00:00:31: Passiert es.
00:00:31: Die berühmte Gänsehaut
00:00:33: Richtig.
00:00:34: Dir läuft ein eiskalter Schauer über den Rücken und du kannst wirklich zusehen wie sich die feinen Herrchen auf deinen Unterarmen aufstellen
00:00:42: Oder äh... Ein ganz anderes viel physischeres Szenario Du stehst morgens unter der heißen Dusche Drehst das Wasser ab und tritt's dann auf diese eiskalten Fliesen im Badezimmer.
00:00:52: Ja
00:00:53: furchtbar Aber das Resultat ist in beiden Fällen absolut identisch.
00:00:57: Sofort bildet sich auf unserer Haut diese charakteristische Landschaft aus winzigen Erhebungen, eben die Gänsehaut.
00:01:04: und damit erstmal herzlich willkommen zu dieser Sendung!
00:01:07: Schön dass du heute bei unsere Analyse dabei bist.
00:01:11: Wir entschlüsseln nämlich einen ziemlich tiefen Einblick in die Neurobiologie und die evolutionäre Geschichte hinter genau diesem Phänomen Denn wenn man sich die gesammelten Forschungsdaten dazu mal ansieht, stößt man unweigerlich auf einen echten Widerspruch.
00:01:25: Ja absolut!
00:01:26: Also warum reagiert unser Körper auf ein absolutes Meisterwerk der Musik?
00:01:30: Exakt so als würden wir auf einem eiskalten Badezimmerboden stehen.
00:01:35: Um diesen, ich nenne es mal evolutionären Hack zu verstehen müssen wir uns erstmal die Mechanik unter unserer Haut ansehen.
00:01:42: Genau in der Wissenschaft spricht man da von der Pilo-Erektion.
00:01:48: Als ich mich da in die anatomischen Details eingelesen habe, drängte sich mir irgendwie sofort das Bild von abertausenden winzigen Fahnenmasten auf.
00:01:58: Ja also an jedem dieser Masten, sprich an jedem Haar ist so ein klitzekleiner Hebel angebracht.
00:02:03: zieht jemand tief unten im Körper an diesem Hebel richtet sich die Fahnekerzen geradeauf und der Zug an diesem hebel ist offenbar so stark dass sich das Gewebe um den fahnenmasst herum richtig wölbt
00:02:16: Richtig.
00:02:16: Und diese Hebel, also in der Realität das sind winzige glatte Muskeln die sogenannten muskuli-arektoris pilorum zu deutsch einfach Haarbalgmuskeln.
00:02:29: Wir finden sie quasi überall auf unserer Haut wo Haare wachsen Also mit Ausnahme der Handflächen und Fußsohlen da natürlich nicht
00:02:35: Stimmt?
00:02:36: Da hat man ja keine Haare
00:02:37: Genau!
00:02:37: Und diese Muskebündel setzen so schräg unter der Haut an der Haarwurzel an.
00:02:42: Wenn nun ein spezifisches neurologisches Signal eintrifft, kontrachieren diese Muskeln.
00:02:48: Sie verkürzen sich also, ziehen das Haar in eine senkrechte Position und drücken dabei gleichzeitig die Teigdrüße leicht nach oben.
00:02:56: Ah!
00:02:57: Und das erzeugt dann diese kleinen Hügel?
00:02:59: Exakt.
00:03:00: Das sind diese minimalen Erhebungen, die wir mit bloßem Auge als Gänsehaut wahrnehmen.
00:03:05: Der Haken
00:03:05: an der ganzen Sache ist für mich ja die Kontrolle.
00:03:08: Also ich kann ja nicht einfach beschließen, jetzt auf meinem linken Unterarm eine Gänsehaut zu erzeugen.
00:03:13: Egal wie sehr ich mich konzentriere das klappt nicht!
00:03:16: Nein überhaupt nicht...der Mechanismus läuft völlig an meine Bewusstsein vorbei.
00:03:21: Das Signal von dem du da sprichst, dass muss also aus einem Bereich des Nervensystems kommen, der quasi auf Autopilot läuft oder?
00:03:28: Ja völlig richtig..das Signal entspringt den sympathischen Nerven-System unser vegetatives Alarmsystem sozusagen.
00:03:38: Okay!
00:03:39: Wenn der Hypotalamus, das ist unser zentrales Steuerzentrum im Gehirn für unbewusste Prozesse.
00:03:44: also wenn der einen starken Reiz registriert sendet er elektrische Impulse des Rückenmark hinab.
00:03:50: von dort zweigen dann die sympathischen Nervenstränge in die Haut ab.
00:03:54: und was passiert da genau an der Haut?
00:03:56: An den Enden dieser Nervenbahnen wird ein Neurotransmitter ausgeschüttet Nordadrenalin um genau zu sein
00:04:03: Nordadrenalin, okay?
00:04:04: Genau.
00:04:05: Das dockt an die Rezepturen dieser kleinen Muskeln an worauf hin sich dann Calciumkanäle in den Muskelzellen öffnen.
00:04:12: Dieser plötzliche Einstrom von Calcium erzwingt dann die Kontraktion.
00:04:16: Wahnsinn!
00:04:17: Ja und das alles passiert in Bruchteilen einer Sekunde völlig ohne dass dein Präfrontaler Cortex also der Teil deines Gehirns mit dem du bewusst denkst eingreifen könnte.
00:04:28: Aber...also Das sympathische Nervensystem ist ja jetzt nicht für Kosmetik oder so zuständig.
00:04:34: Dass steuert doch unsere Kampf- oder Fluchtreaktion, dachte ich.
00:04:38: Ganz genau?
00:04:39: Es pumpt Blut in die Muskeln, weitet die Pupillen und fährt die Herzfrequenz hoch!
00:04:43: Wenn die Gänsehaut ein Teil von diesem massiven Alarmsystem ist, ergibt das für uns Nackteaffen heute doch überhaupt keinen Sinn mehr….
00:04:51: Also wenn sich meine paar feinen Armherchen aufstellen, das isoliert mich doch nicht gegen die Kälte des Badezimmers.
00:04:57: Und wenn ich nachts im Dunkeln ein verdächtiges Geräusch höre sehe ich durch die paar aufgestellten Herchen definitiv nicht gefährlicher für einen Einbrecher aus.
00:05:05: Das stimmt natürlich für uns heute aber wir betrachten das Phänomen da aus der falschen zeitlichen Perspektive.
00:05:13: Wie meinst du das?
00:05:14: Die Natur schleppt Merkmale oft über Jahrmillionen einfach mit sich herum, solange sie keinen massiven evolutionären Nachteil darstellen.
00:05:24: Biologen bezeichnen die Gänsehaut bei modernen Menschen heute als sogenanntes vestigiales Merkmal.
00:05:31: Ein evolutionäres Überbleibsel also?
00:05:34: Genau!
00:05:35: Um die eigentliche ursprüngliche Funktion zu sehen müssen wir zu unseren stark beharten Vorfahren zurückgehen.
00:05:41: Okay, also da greifen dann wahrscheinlich diese zwei Mechanismen die dir gerade angerissen haben.
00:05:45: Einerseits die Thermoregulation oder?
00:05:48: Richtig!
00:05:48: Wenn man ein dichtes Fell hat und all diese Haare stellen sich durch diesen Norradrinalinschub senkrecht auf, dann entsteht da ja einen Raum zwischen den Haaren.
00:05:57: Das ist im Grunde wie diese Luftschicht bei einer Downjacke oder bei Doppelglasfenstern.
00:06:03: Ja das ist eine super Analogie.
00:06:05: Die Luft wird eingeschlossen, vom Körper erwärmt und isoliert dann extrem effizient gegen die Kälte von außen.
00:06:12: Absolut!
00:06:13: Diese ruhende Luftschicht war damals ein entscheidender Überlebensvorteil.
00:06:17: Weißt du bevor frühe Huminiden das Feuer beherrschten oder komplexe Kleidung anfertigten?
00:06:22: Da war diese schnelle unbewusste Anpassung an Temperaturstürze wirklich lebensrettend...
00:06:27: Krass, das macht Sinn!
00:06:35: Und
00:06:37: der zweite Mechanismus ist dann diese optische Täuschung bei Gefahr richtig?
00:06:40: Also wenn meine Katze sich erschreckt sieht sie mit aufgestelltem Fell ja direkt doppelt so groß aus.
00:06:46: Genau das – pure Einschüchterung.
00:06:48: Der Adrenalinschub sorgt also dafür, dass das Tier physisch bedrohlicher wirkt was dann vielleicht einen Angriff abwehrt.
00:06:55: Ja diese Piloerrektion als Drogebärde ist wirklich ein Standardrepertor bei sehr vielen Säugetieren.
00:07:03: Schimpansen sträuben bei Aggressionen ihr Fell, Hunde stellen die Nackenhaare auf.
00:07:07: es ist einfach ein tief verwurzelter biologischer Reflex auf Stress und Gefahr.
00:07:12: der Körper bereitet sich auf einen Kampf vor und nutzt das Fell als visuelle Waffe.
00:07:16: okay Bis hierhin ist diese biologische Mathematik für mich total nachfallziehbar.
00:07:23: Kälte erzeugt Isolierung, Todesangst erzeugen Einschüchterung.
00:07:28: Aber und das ist der Punkt in unserer heutigen Analyse Hier scheint das System ja komplett verrückt zu spielen.
00:07:34: Inwiefern?
00:07:35: Naja wir sitzen warm und sicher auf der Couch Weit und breit kein Raubtier, keinen Schneesturm.
00:07:41: Wir hören Musik oder sehen einen berührenden Film Und BAM!
00:07:45: Das Nervensystem flutet die Haut mit Noor Adrenalin und zieht die Hebel.
00:07:50: Warum löst bitte ein Adeelsong einen urzeitlichen Überlebensreflex aus?
00:07:55: Das ist wirklich das faszinierendste Feld hier!
00:07:58: Man nennt das emotionale Piloerrektion, in der Musikpsychologie oft auch Fresson
00:08:04: gemandt.
00:08:04: Fressons?
00:08:05: Klingt elegant...
00:08:06: Ja nicht wahr.
00:08:08: Um das zu verstehen müssen wir uns kurz ansehen wie unser Gehirn Musik überhaupt verarbeitet.
00:08:12: Unser Gehirn ist nämlich im Grunde eine gigantische Vorhersagemaschine.
00:08:17: Okay, also es versucht immer zu wissen was als Nächstes passiert?
00:08:20: Genau!
00:08:20: Wenn wir Musik hören, analysiert das Gehirnen permanent das Muster den Takt die Harmonie und versucht vorherzusagen welcher Ton als nächstes kommen muss.
00:08:30: Es baut also eine Erwartungshaltung auf.
00:08:32: wenn der Song sagen wir mal in einem normalen Viervierteltakt läuft und einer bestimmten Tonleiter folgt rechnet mein Gehirne unbewusst damit dass das auch schön so weitergeht.
00:08:41: Und genau an diesem Punkt greifen dann brillante Kompositionen oder besonders emotionale Gesangseinlagen ein.
00:08:50: Sie brechen diese Erwartung!
00:08:52: Da kommt dann ein plötzlicher Wechsel in der Lautstärke, einen unerwarteter Harmoniewechsel oder die Stimme der Sängerin überschlägt sich leicht.
00:09:02: Das registriert unser Gehirn dann akustisch als eine Art Schrei.
00:09:06: Warte mal.
00:09:07: Wenn das Gehirn ein unerwartetes Signal oder etwas, das wie einen Schreikling registriert dann schaltet sich doch sofort dieses Alarmsystem ein.
00:09:15: Oder?
00:09:16: Ganz genau!
00:09:17: Die Amygdala also unser Angstzentrum die registrierte eine Anomalie.
00:09:22: Richtig und die amygdalar arbeitet extrem schnell viel schneller als unser bewusstes Denken.
00:09:28: sie scant die Umgebung permanent nach potentiellen Bedrohungen wenn nun dieser Unerwartete Reiz in der Musik auftaucht schlägt sie Alarm.
00:09:37: Sie denkt also, für einen Sekundenbruchteil da ist Gefahr.
00:09:40: Exakt!
00:09:41: Sie sendet sofort ein Signal an den Hypokalamus der dann das sympathische Nervensystem aktiviert Das nur andere Nalinen schießt in die Haut Die Muskeln kontrahieren und die Gänsehaut entsteht.
00:09:53: Wir bereiten uns auf eine Bedrohung vor
00:09:55: Aber ich renn ja nicht schreiend aus dem Wohnzimmer nur weil der Refrain einsetzt.
00:09:59: Zum Glück nicht.
00:10:00: Das heißt doch mein prä frontaler Cortex Also dieser logische bewertende Teil, der muss diesen Fehlalarm sofort korrigieren.
00:10:09: Der sagt quasi Entwarnung – das ist kein Säbelzahntiger!
00:10:12: Das ist nur ein toller Akkordwechsel.
00:10:14: Alles
00:10:14: sicher.".
00:10:15: Und diese blitzschnelle Entwahrnung ist der absolute Schlüssel zum Frisor.
00:10:19: Neuro-Wissenschaftler haben Menschen die diese musikinduzierte Gänsehaut stark erleben mal in Scannern untersucht.
00:10:26: Das Ergebnis war spektakulär….
00:10:27: Was haben die gefunden?
00:10:28: In dem Moment, in dem der präfrontale Cortex den Fehlalarm auflöst und signalisiert dass das Ganze harmlos und ästhetisch ansprechend ist wird im Gehirn eine massive Dosis Dopamin ausgeschüttet.
00:10:42: Dopamin aber das ist doch der Botenstoff für unser Belohnungssystem!
00:10:46: Genau Das ist derselbe Neurotransmitter der auch bei extrem gutem Essen, bei sozialer Anerkennung oder so freigesetzt wird?
00:10:53: Richtig Die Aktivität lässt sich bis in den Nucleus-Erkumbens zurückverfolgen, ein zentrales Areal unseres Belohnungssystems.
00:11:00: Das Gehirn belohnt uns gewissermaßen dafür dass wir eine Bedrohung erfolgreich analysiert und als harmlos entlarvt haben.
00:11:07: Wahnsinn!
00:11:08: Der Schauer den wir empfinden ist physisch gesehen die Kampf oder Fluchtreaktion.
00:11:13: aber diese Euphorie die wir gleichzeitig spüren das ist der Dopaminrausch durch die Auflösung des Alarms
00:11:20: Unglaubliche Zweckentfremdung der Evolution.
00:11:23: Wir kapern quasi ein uraltes Warnsystem, um uns selbst so eine biochemische Belohnungsdusche zu
00:11:30: verpassen.".
00:11:32: Aber das erklärt jetzt nur die Musik!
00:11:35: In unseren Quellen für heute werden ja noch andere Auslöser genannt – eine mitreißende politische Rede oder Tiefe Nostalgie oder dieses Gefühl von absoluter Ehrfurcht am Grand Canyon, da gibt es ja keine Akkordwechsel die das Gehirn erschrecken.
00:11:50: Das stimmt!
00:11:51: Bei ehrfeucht- oder starken sozialen Erlebnissen greift ein Verwandtermechanismus.
00:11:57: Denk mal an starke soziale Bindungen.
00:11:59: Für unsere Vorfahren war die Trennung der Gruppe ein sicheres Todesurteil.
00:12:03: Einsamkeit war extrem gefährlich.
00:12:06: Genau sie bedeutete Kälte Hunger Gefahr.
00:12:09: Die Theorie der sozialen Trennung und Wiedervereinigung besagt, dass unser Körper auf extreme Verbundenheit oder Nostalgie reagiert als würden wir nach einer Phase der kalten Isolation wieder in die schützende Wärme der Gruppe aufgenommen werden.
00:12:23: Okay – das heißt eine emotionale Rede oder der Gedanke an einen geliebten Menschen interpretiert mein Gehirn als Rettung vor dem Erfrieren!
00:12:31: Sehr präzise.
00:12:33: Emotionale Kälte wie Trauer oder Einsamkeit aktiviert exakt denselben neuronalen Pfad, wie physische Kälter.
00:12:40: Der Körper versucht sich gegen die Kälten der Trennung zu isolieren.
00:12:43: Wenn sie das dann auflöst – zum Beispiel durch ein Happy End im Film – durchströmt uns das Dopamin!
00:12:49: Und was ist mit der Ehrfurcht?
00:12:50: Wenn ich einen Sternenhimmel ansehe fühle ich mich ja eher klein und unbedeutend nicht unbedingt sozial verbunden….
00:12:57: Ehrfeucht also dieses überwältigende Gefühl ist eine kognitive Überforderung.
00:13:03: Das Gehirn wird mit Reizen konfrontiert, die so gewaltig sind dass sie unsere mentalen Kategorien sprengen.
00:13:12: Diese kognitive Anstrengung versetzt das Nervensystem in Hyperwachsamkeit.
00:13:17: Das System feuert weil wir angesichts des unermesslichen Alarmbereitschafts brauchen.
00:13:23: doch auch hier erkennt der logische Cortex schnell keine akute Gefahr.
00:13:27: Die Spannung löst sich in Faszination auf und zack, wieder Dopamin.
00:13:31: Es ist also immer dieser Tanz auf der Rasierklinge zwischen Alarm-und Entwarnung.
00:13:37: aber was mich noch fasziniert das ist ja nicht bei jedem Menschen gleich.
00:13:41: Oh nein überhaupt nicht.
00:13:42: Ich
00:13:42: kenne Leute die heulen geil Musik und haben Gänsehaut am ganzen Körper Und für andere ist Musik nur nettes Hintergrundrauschen.
00:13:49: Warum reagieren wir da so unterschiedlich?
00:13:52: Die Forschung zeigt hier spannende Korrelationen mit Persönlichkeitsmerkmalen.
00:13:57: Studien deuten darauf hin, dass Menschen die sehr offen für neue Erfahrungen sind deutlich häufiger diesen Frison erleben.
00:14:05: Die haben dann eine aktivere Vorstellungskraft?
00:14:07: Genau!
00:14:08: Zudem fanden Forscher heraus das Menschen mit regelmäßiger musikalischer Gänsehaut physisch mehr Nervenverbindungen zwischen dem auditiven Cortex und den emotionalen Verarbeitungszentren im Gehirn haben.
00:14:21: Ihre Gehirne sind buchstäblich anders verdrantert?
00:14:24: Exakt die kommunizieren intensiver und mit höherer Bandbreite.
00:14:29: Das ist also keine Einbildung, sondern messbare Neurologie!
00:14:33: Wenn wir das alles zusammennehmen ändert dass den Blick auf etwas so banales wie Gänsehaut wirklich komplett.
00:14:39: Auf jeden Fall.
00:14:40: Es ist ein biologischer Glitch der zu einem unserer schönsten Features geworden ist.
00:14:46: Unser Nervensystem führt ein achages Protokoll aus Und unser modernes Gehirn macht daraus ästhetischen Genuss.
00:14:55: Das fasst die neurobiologischen Datenervorragend zusammen.
00:14:58: Die Pilo-Erektion zeigt, dass wir biologisch noch tief in unsere evolutionären Vergangenheit stecken – jedes Mal wenn sich die Haare aufstellen öffnet sich quasi ein kleines Fenster in eine Zeit, in der unseres Spezies ums Überleben kämpfte.
00:15:11: Das ist ein unfassbar schönes Bild!
00:15:14: Und damit möchte ich mich ausdrücklich bei dir bedanken das du dir die Zeit genommen hast mit uns in dieses Zusammenspiel aus Biologie und Psychologie einzutauchen.
00:15:23: Vielen Dank für dein Interesse an dieser Sendung.
00:15:25: Sehr
00:15:25: gerne, es war mir eine Früde!
00:15:27: Ich hoffe diese neurobiologische Perspektive hat dir unserem Zuhörer ein bisschen mehr Staunen für die Prozesse in deinem eigenen Körper vermittelt.
00:15:37: Genießt das nächste komplexe chemische Feuerwerk bei deinem Lieblingslied.
00:15:41: und bevor wir dich heute verabschieden hier noch ein letzter provokanter Gedanke zum Weiterdenken Wenn unsere intensivsten Momente von Transzendenz und Schönheit neurobiologisch nur dadurch entstehen, dass unser altes Reptilien-Gehirn einen Fehlalarm auslöst – den wir dann mit Dopamin weg belohnen?
00:16:02: Sind unsere höchsten reinsten Glücksgefühle dann letztlich nichts anderes als die Nebenwirkung einer überstandenen reihen eingebildeten Lebensgefahr.
00:16:11: Ein Gedanke, denen man sacken lassen sollte!
00:16:13: Bis zum nächsten Mal.
00:16:16: Das war unser Wissen für euch.
00:16:17: Vielen Dank, dass ihr dabei wart!
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